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Mittwoch, 26. November 2014

Veränderungen an der "Lizpoir" ab 2015

Liebe Leser,
seit  2012 sind wir nun mit der "Lizpoir" unserem  Corsair F27 unterwegs. Mit diesem Boot sind wir noch immer sehr zufrieden. Allerdings kommt das Segeln seit wir zu dritt unterwegs sind etwas zu kurz - unsere Tochter Liz erblickte im Oktober 2011 das Licht der Welt- sie gab uns den Anlass zum Umstieg vom Corsair F24 zum Corsair F27.
2012 ließen wir den Mast komplett zu Hause und machten einen Binnentörn unter Motor. Vom Schwielochsee, unserem Heimatrevier ging es über die Oder bis Hohensaaten und über Schiffshebewerk  und Berlin zurück. Wer uns kennt weiß, dass unser Boot über einen Elektroantrieb verfügt und damit ist die Motorfahrt angenehm leise, geruchlos und entspannt.
2013 ging es dann wieder mit Mast zur Ostsee - es sollte gesegelt werden. Der Törn begann im Saaler-Bodden und endete in Warnemünde wo wir beim International-Multihull-Meeting (IMM2013) dabei waren. Eigentlich wollten wir nach Schweden wie Jahre zuvor, doch es hatte sich heraus gestellt das sich durch unsere Tochter nicht nur unser Leben im Alltag, sondern auch unsere Art zu segeln verändert hat. Es beginnt bereits mit dem Maststellen, waren wir zuvor ein eingespieltes Team welches unsere "lespoir-tri" (Corsair F24) in 1,5h Segelklar hatte war das nun meine Aufgabe ganz allein und nicht nur das, auch beim Segeln bin ich auf mich allein gestellt, wir können Liz ja nicht einfach unbeaufsichtigt lassen. Hinzu kam, dass allein der Mast deutlich schwerer zu handhaben ist als beim kleinen F24. Auch das Setzen des Großsegels muss nun über die Winsch erfolgen, beim F24 hatte ich das Groß in wenigen Sekunden oben. Auch unsere Mentalität hat sich verändert, während wir z.B. 2010 noch nach Helsinki und zurück in weniger als 4 Wochen "gejagt" sind warten wir jetzt auf schönes Wetter mit nicht zu viel Wind und dieser am besten auch nicht von vorn.
2014 sollte mehr gesegelt werden. Wir sind an die Adria gefahren, haben die "Lizpoir" Segelklar gemacht und sind fast ausschließlich mit Motor gefahren. Mal war der Wind zu schwach, dann kam er von vorn, dann war es zu warm das Groß zu setzen...

Wenn ich nun ein Resümee ziehe muss ich sagen es ist höchste Zeit etwas zu verändern. Diejenigen die meine Homepage seit Jahren verfolgen wissen dass es bei uns eine stetige Weiterentwicklung gibt.

Für 2015 haben wir folgendes vor:

- Verdoppelung der Akkukapazität um die Reichweite unter E- Motor zu verdoppeln.

- Erweiterung der bestehenden Solaranlage um 170 Wp, damit haben wir eine Gesamtleistung von 430 Wp. Dies vergrößert unsere Reichweite noch einmal und durch den nächsten Punkt gibt es auch keine Abschattungen durch Segel mehr:

- Montage eines WingCommander RC statt der klassischen Besegelung.
Dazu möchte ich meine Eindrücke und Gedanken wiedergeben.

Der WingCommander RC ist stark vereinfacht ausgedrückt ein elektrischer
Windenstand auf dem sich ca. 150m Dyneema Seil  befindet. Daran wird ein Kiteschirm befestigt, ähnlich wie ihn die meisten von den Kite-Surfern kennen, welche bei Winden jenseits der 4 Beaufort über das Wasser jagen. Gelenkt wird das ganze per Fernbedienung mit einem Joystick. Nachdem der Drachen erst einmal vom Wasser aus gestartet ist kann man die Fernbedienung zur Seite legen, denn von nun an übernimmt die Steuerung des Schirmes eine Autopilot. Man muss sich nur noch um das Lenken des Bootes kümmern. Gesegelt oder gekitet können alle Kurse werden welche auch mit der klassischen Besegelung möglich waren. Wenn man ordentlich Schub haben möchte lässt man den Drachen achten fliegen, das erhöht den Schub um ein vielfaches - man spürt es an Bord an der starken Beschleunigung. Dies zum Prinzip. Nun zu den für uns wichtigen Vorteilen:
Das System bleibt fest an Bord montiert, es ist also kein Maststellen mehr erforderlich, nur den Kite aus dem Rucksack nehmen, aufblasen und los geht es. Wir können damit sogar an einem windigen Tag auf unserem Schwielochsee segeln. Da der Drachen in über 100m Höhe fliegt bekommt er viel mehr Wind ab als ein Segeltuch welches an einem Mast hängt, die Windabdeckung durch Bäume und anderen Hindernissen spielt dadurch keine Rolle mehr. Der Wind ist in dieser Höhe auch deutlich stabiler. Der Segeldruckpunkt am Boot wandert extrem nach unten, das Boot segelt immer aufrecht und damit ist die Kentergefahr deutlich geringer. Und was ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt ist, die Anlage ist deutlich leichter als unsere bisherige Takelage. Hinzu kommt das unser Boot entlastet wird, da der Schirm immer einen Zug nach oben ausübt. Dies sind die wichtigsten Punkte die uns zur Umstellung auf dieses neue System bewegt haben. Natürlich gibt es auch einen Nachteil: der Kite benötigt einen gewissen Wind um zu starten, bei Flaute von Hauch zu Hauch segeln ist nicht möglich. Aber dafür haben wir ja unseren RiPower-Elektroaussenborder.

Wir haben einen Prototypen des Systems im November 2014 testen können. Trotz des wenigen Windes an diesem Tag war ich von der Leistungsfähigkeit begeistert. Bei 4-6 Knoten Wind erreichten wir eine Spitzengeschwindig-“kite“ von 8,5 Knoten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 6 Knoten. Besonders beeindruckt hat mich das Segeln vor dem Wind, wo wir es doch gewohnt sind vor dem Wind zu dümpeln und mit flappenden Segeln zu kämpfen zog der Drachen am Himmel seine Achten und das Wasser rauschte unter uns vorbei - einfach Toll!
 
 Davon gibt es auch ein Video.

Wir sind gespannt auf die kommende Segelsaison und freuen uns darauf von unseren Erfahrungen zu berichten. Ich denke schon dass so die Zukunft des Segelns aussehen kann, zumindest für Leute die nicht unbedingt Klassisch segeln wollen/müssen.
Berichte über die erwähnten Törns finden Sie auf meiner privaten Segelhomepage: www.lespoir-tri.wg.am
Infos über das Kite-Boot-System finden Sie bei der Firma Wingit unter: www.kite-boat-systems.com
Interessantes über die Verbesserungen an der Lizpoir finden Sie unter www.ripower.de

Sven Richter

Fotos: Marko Kubitz und Sven Richter

Montag, 30. Juni 2014

Trennung Firmenhomepage und Segelhomepage + Infos

Sehr geehrte Kunden, Freunde und Bekannte,
seit mitte Mai gibt es zwei Websites von Sven Richter. Die Firmenhomepage www.ripower.de wurde komplett neu aufgebaut und beinhaltet jetzt nur noch gewerbliche Informationen und Produktvorstellungen.
Meine  Segel-Homepage www.lespoir-tri.wg.am  mitTörnberichten, Bootsinfos und Erfahrungen ist jetzt eine ausschließlich private Website.

Blogs:
Richter-Robotics – Die Entwicklerseite! Hier haben Sie Einblick in Hobbys, Projekte und meine Entwicklertätigkeit
richter-robotics.blogspot.de

Bisher hatte ich ja diesen Blog als Logbuch und für gewerbliche Neuigkeiten genutzt.
lespoir-tri.blogspot.de
Ab 1.7.2014 wird diese Seite nur noch als Logbuch der lizpoir genutzt. Diesen Blog finden Sie auch auf der Segelhomepage eingebunden.

Heute möchte ich diese Seite noch ein letztes mal nutzen um auch gewerbliche Infos bekannt zu geben.

Die Umrüstung des RiPower Elektro-Mercedes ist abgeschlossen und ich habe ein kleines Video erstellt in dem ich beide von der Firma RiPower konvertierte Elektroautos kurz vorstelle.
Link zum Video: Video



Am 5.7.2014 brechen wir zu unserem diesjährigen Sommertörn auf. Es geht nicht traditionell an die Ostsee sondern nach Norditalien. Dort werden wir die lizpoir zu Wasser lassen und abwarten wohin der Wind uns weht...

Die Vorbereitungen zu diesem Törn sind in vollem Gang, unter anderem werde ich auf diesem Törn neben dem RiPower-Pilot-System, einem Android gesteuerten Autopiloten auch einen Schleppgenerator zur Energieerzeugung beim Segeln testen.

Mast und Schotbruch

Sven Richter


Mittwoch, 18. Juli 2012

Wind, Regen, Strömung und Sonne - technische Infos

Das vergangene verlängerte Wochenende verbrachten wir auf dem Schwielochsee. Den ersten Tag verließen wir die lizpoir nicht. Der Regen am Nachmittag überzeugte uns von einem Landgang abzusehen. Am zweiten Tag stieg der Wind in der Mittagsstunde bis auf Windstärke 7 an und erzeugte richtige kleine Wellen. Wir verließen den Schwielochsee und fuhren in die Spree. Durch das regnerische Wetter der letzten Tage war der Wasserstand dort ebenfalls etwas höher als normal. Dies hatte zur Folge, dass uns die Spree mit rund 2 Knoten entgegen kam, welche wir mit unseren Gästen, Katja's Eltern, befuhren. Dazu kam noch der Wind. Wir mussten also etwas mehr Motorleistung geben um ordentlich Fahrt zu machen. Auf dem Rückweg waren wir dafür doppelt so schnell unterwegs. Am späten Nachmittag legte sich der Wind wieder etwas und zum Abend haben wir wie gewohnt an Bord gegrillt.
Den Sonntag nutzten wir wieder für einen Spaziergang im Wald der Niewisch Bucht.

Bei dieser Bootsfahrt konnte ich erste Versuche mit der in Zukunft von mir erhältlichen Bluetooth-Motorschnittstelle sammeln. Diese biete ich als Zubehör für meine RiPower Motoren an. Mit einer geeigneten Software für den PC oder einer App für Android Smartphones oder Apple I-Phone/IPad ist es möglich die wichtigsten Motorparameter wie Motortemperatur, Drehzahl, Strom und Spannung anzuzeigen und auszuwerten.

Auf meiner Homepage unter Referenzen gibt es ebenfalls neue Einträge. Unter anderem habe ich wieder einige grundlegende Verbesserungen an meinem Elektroauto vorgenommen: mehr Speed, mehr Reichweite und Kompatibilität mit der Bootshardware.
Hier gehts zur Infoseite

Auf meiner Robotic Homepage gibt es ebenfalls einen neuen Eintrag.

Sven Richter

Montag, 18. Juni 2012

Schwielochsee - krank

Unsere dritte Tour in diesem Jahr auf dem Schwielochsee verlief etwas anders als geplant, denn ich wurde krank. Natürlich war ich schon etwas angeschlagen, aber im großen und ganzen ging es mir bis auf ein wenig Halsschmerzen gut. Wir fuhren am Freitag nach Beeskow machten dort am Samstag Vormittag einen Landgang. Nachmittag ging es mir dann schon schlechter und am Sonntag bekam ich kein Wort mehr heraus. Dazu kam Schwäche und etwas Fieber. Für die Fahrt zurück zur Slipanlage mussten wir uns Zeit lassen und machten viele Stopps.



Der RiPower 5.0 leistet über 10 KW und bringt den F27 auf 8 Knoten. Die Beschleunigung ist gigantisch.

Sven Richter

Dienstag, 22. Mai 2012

Schwielochsee 18.5. - 21.5. 2012 und Vorstellung Robotik Homepage

Vom 18.5. - 21.5. waren wir wieder mit der lizpoir auf dem Schwielochsee unterwegs.

In der ersten Nacht wurde es relativ kühl, sodass wir an Bord sogar heizen mussten. Gut, wenn man über ausreichend Batteriekapazität an Bord verfügt.
Am Samstag machten wir einen ausgedehnten Landgang mit Kinderwagen quer durch die Wälder -  je holpriger der Weg wurde, desto besser gefiel es Liz.
Der Sonntagsspaziergang führte uns durch Zaue bis zum Zauer Campingplatz und Badestrand.

Da es am Schwielochsee immer etwas schwierig ist an Land zu kommen, nutzten wir den geringen Tiefgang unseres Trimaranes um an aussergewöhnlichen Stellen zu "landen".

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch meinen Robotik Blog vorstellen. Dort erhalten Sie Einblick in ein weiteres meiner Hobbys. Ziel ist es, autonome Lösungen spielerisch zu entwickeln. Erstes Anwendungsbeispiel an dem ich arbeite, ist die Steuerung eines Autopiloten. In meinem Ausstellungsraum befindet sich jetzt ein von mir 1995 gebauter Roboter:
So richtig wird es erst im Winter damit los gehen, also bleiben Sie mir treu...

Sven Richter

Montag, 26. September 2011

Neuigkeiten im September

Seit meinem letzten Eintrag im digitalen Logbuch ist viel passiert. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Zahl der Händler für meine elektrischen Antriebe nimmt ständig zu, aus diesem Grund habe ich in meinem Impressum eine Liste der Händler eingetragen.

Projekt Spreewald: Ich habe am 30.8. 2011 einen umgerüsteten 6PS Aussenbordmotor (e-power 1.8) an einem 9,5 m Spreewaldkahn erfolgreich vorgeführt und bewiesen, dass meine Motoren im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten für die Verwendung im Spreewald geeignet sind. Der nächste Schritt wird der Bau eines Aussenborders und eines Lithium-Akkus sein, damit ab der Saison 2012 ein Kahn mit einem Elektroantrieb "Made by Sven Richter" im Spreewald unterwegs ist. Ich denke wenn ein Kahn ständig mit E-Motor unterwegs ist und beweist das er sich im harten Alltag bewährt, steigt das Interesse und das Misstrauen gegenüber des E-Antriebes der Leute im Spreewald sinkt. Ein Motor im Dauereinsatz liefert zudem bessere Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit als es eine Testreihe liefern kann.

In meinem letzten Logbucheintrag hatte ich bereits angekündigt dass wir uns dazu entschlossen haben unsere l'espoir tri zu verkaufen. Das Boot ist Verkaufsbereit und Kleinanzeigen wurden geschalten. Ich habe einige Einbauten wieder entfernt und es damit für einen größeren Käuferkreis Attraktiv zu machen. Selbst der E-Antrieb wurde gegen einen 4PS Verbrennungsmotor getauscht.

Der Nachfolger der l'espoir-tri ein Corsair F27 steht bereits in meiner Halle und wird im kommenden Winter unseren Bedürfnissen angepasst. Ich fange also noch einmal von vorn an, das Boot wird komplett saniert ähnlich wie ich es schon beim Umbau meines Corsair F24 getan habe. Ich setze auf bewährte Komponenten und versuche diese noch einmal zu verbessern. Der Antrieb erfolgt natürlich wieder elektrisch, ich werde einen Spezialmotor für den Aussenborderschacht des F27 entwickeln.
Der Umbau kann natürlich wieder auf meiner Homepage unter Referenzen nachvollzogen werden.



Da Katja nun schon seit ein paar Wochen nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen muss, hat sie fleißig ältere Fotos gescannt und digitalisiert, somit konnte ich endlich die noch fehlenden Fotos in meinen Törnbericht von 2003 einfügen.
Der Törnbericht von 2011 und das Törnvideo von 2011sind ebenfalls online und können unter Törnberichte abgerufen werden.

Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen

Sven Richter

Montag, 2. Mai 2011

Schlabendorfer Hafenfest, Ostertörn, Motorerfahrungen, Antifouling, Katamaran Verkauf

Am 23. 4.2011 waren wir in Schlabendorf beim ersten Schlabendorfer Hafenfest. Wir haben mit unserer l'espoir tri Fahrten zu einer Boje unternommen die das Ortseingangsschild des dem Tagebau zum Opfer gefallenen Dorfes Presenchen markiert hat.


Wir unternahmen 12 Fahrten und hatten maximal 14 Leute an Bord. Hier der Bericht der Lausitzer Rundschau: http://www.lr-online.de/regionen/luckau/Schlabendorf-lockt-mit-maritimen-Osterfest;art1062,3317003

Am Sonntag ging es dann nach Berlin. Unser erster Törn führte uns vom Wannsee über den Teltowkanal bis zur Insel der Jugend und von dort aus quer durch Berlin bis Spandau. Am 29. 4. 2011 machten wir uns dann von dort auf den Weg zurück zum Wannsee wo wir uns mit dem Besitzer der Aura zu einem gemeinsamen Grillabend an Bord der Aura trafen. Am 30.4.2011 war unser Kurzurlaub zu Ende und wir machten uns auf den Heimweg.







Auf Grund der vielen Brücken ließen wir den Mast zu Hause. Die Ausfahrten in Schlabendorf wie auch der Ostertörn war ein erster harter Test für die Bordakkus, den Motor und auch das Bord PC System. Es gab mit keinem der genannten Komponenten Probleme. Der Motor überzeugt durch hohe Effizienz und zuverlässige Leistung die jederzeit problemlos abrufbar ist. Bei einem Stromverbrauch von 4A sind wir schon mit über einem Knoten unterwegs. Bei der Höchstgeschwindigkeit von ca. 5,8 Knoten haben wir einen Stromverbrauch von 109 A gemessen. Eine genaue Tabelle mit den Stromverbräuchen werde ich demnächst erstellen.

Am 1.5.2011 habe ich dann das Boot aufgebockt und das Antifouling erneuert. Das viele Trailern und Slippen hatte deutliche Spuren hinterlassen.
Ein Segelfreund auf den Kanaren möchte seinen Katamaran verkaufen. Hier der Link zu diesem Interessanten Boot: http://www.katamaran.bplaced.net/

Sven Richter

Montag, 14. September 2009

11.09.-13.09.2009

Ein noch jüngerer Gast, oder wieder Probleme mit dem Motor!
Nachdem wir am Freitagabend auf dem Schwielochsee angekommen waren, fuhren wir zu einem unserer gern genutzten Ankerplätze. In der Nähe ankerte wie fast immer die Taifun. Eine weiß blaue Motoryacht.
Wir klappten den Trimaran und ließen den Abend ausklingen.
Am Samstag fuhren wir bei schönstem Wetter nach Niewisch. Hier hatte ich vor 10 Jahren meine Prüfung zum Sportbootführerschein Binnen erfolgreich bestanden. Nach einer gemütlichen Fahrt in den entlegensten Winkel der Niewischer Bucht ankerten wir vor dem Hafen und kochten das Mittagessen. Den halben Nachmittag verbrachten wir mit dem warten auf unsere Gäste.
Diese stiegen am späten Nachmittag an Bord. Der kleine 1 Jahr und 3 Monate alte Luca fühlte sich an Bord sofort wohl. Sehr interessiert beobachtete er die vorbeifahrenden Boote und selbst an der Winschkurbel machte er schon eine gute Figur.
Wir waren gerade am Ausgang Glower See in Richtung Leissnitzsee als auf einmal der Motor ausging. Er ließ sich auch nicht wieder einschalten. Ich warf schnell den Anker. Nachdem ich mit dem Multimeter die Spannung am Motor kontrollierte, wechselte ich die Fernschaltbox. Und siehe da, mit dieser funktionierte er wieder. Wir nutzten den unfreiwilligen Ankerplatz gleich zum Grillen. Nach dem Abendessen fuhren wir zurück nach Niewisch wo unsere Gäste uns wieder verließen. Danach ankerten wir direkt vor dem Hafen und genossen den Abend an Bord.
Sonntag war es kalt und regnerisch. Wir verließen unseren Ankerplatz und fuhren in den Hafen von Speichrow. Dort trafen wir uns mit Katjas Arbeitskollegin und ihrem Mann. Die beiden sind stolze Eigner eines ca. 10 m langem Kajüt-Motorbootes. Sie kamen kurz zu uns an Bord und danach besichtigten wir noch ihr Boot. Es war nur ein kurzes Treffen, wir mussten wieder fahren, da wir mit unserem breiten Tri die Slipanlage im Hafen blockierten. Wir fuhren zurück auf den kleinen Schwielochsee. Auf der Fahrt ging schon wieder der Motor, aus für mich unerklärlichen Gründen, aus. Er ließ sich wieder nicht einschalten. Ich wechselte die Schaltbox und er funktionierte jetzt mit dem Ferngashebel bei der er am Vortag nicht mehr wollte. Also liegt der Fehler wohl doch am Motor und nicht am Ferngashebel. Es ist der gleiche Fehler, den der Motor schon vor unserem Sommerurlaub hatte, und er dann bei Torqeedo in Starnberg nicht wieder aufgetreten war. Wenigstens konnten wir nun zurück zur Slipanlage fahren.

Somit endete für uns die Wassersportsaison in diesem Jahr. Unser erstes Jahr mit einem Trimaran. Das Boot hat sich sehr gut bewährt, vor allem auf der Ostsee waren wir extrem schnell und auch sicher unterwegs. Wir haben für Etappen bei denen wir mit der l‘espoir 3 über 24 Stunden unterwegs waren, nur 10 Stunden benötigt. Mit der Raumaufteilung sind wir sehr zufrieden. Auch alle von mir eingebauten Komponenten haben sich bestens bewährt. Es gab nur 2 große Probleme, das waren der gerissene Schlauchadapter im Urlaub, und immer wieder der Motor.
Hier muss Torqeedo noch Nachbessern. Er funktionierte zuverlässiger als das Vorgängermodell, aber wirklich Zuverlässig ist etwas anderes. Wenn man einen neuen Bootsmotor kauft, dann sollte man bis auf die Wartungen die ersten 10 Jahre nichts mehr mit dem Motor zu tun haben. Ich werde erst zufrieden sein und Torqeedo Starnberg nicht mehr kontaktieren, wenn dieses Ziel bei meinem Motor erreicht wurde!

Sven Richter

Montag, 17. August 2009

14.-16.08.2009

Sommer, zum ersten Mal, oder der jüngste Gast an Bord der l'espoir tri.
Aber jetzt erst einmal der Reihenfolge nach. 2 Wochen nachdem wir von der Ostsee zurück waren mussten wir unbedingt wieder auf das Wasser. Obwohl wir alle Hände voll zu tun hatten erschien uns die Zeit endlos. Der Mensch braucht einfach das Wasser um glücklich zu sein. Die l'espoir tri wurde gereinigt, vor allem der Wasserpass sah schlimm aus, und kleine Reparaturen mussten erledigt werden.
Mein Onkel hatte sich bei ebay ein Motorboot ersteigert, bei dem habe ich dann ganz nebenbei ein Loch von der Größe eines Wassereimerbodens zu laminiert, mit Gelcoat versiegelt und den Aussenborder der auch nicht mehr wollte zu neuem Leben erweckt.
Am Freitagnachmittag sind wir dann mit unserem Tri an den Schwielochsee. Den Mast haben wir zu Hause gelassen, da wir in die Spree wollten und durch unseren preiswerten und leisen Elektroantrieb nicht unbedingt auf das Segeln angewiesen sind.
Nach dem Slippen, ausklappen und Abendessen auf dem Wasser sind wir noch zum Steg meines Onkels gefahren. Der war mit seinem neuen Boot schon einen Tag auf dem Schwielochsee und saß jetzt darauf um zu angeln. Als es dunkel wurde fuhren wir wieder zu unserem gewohnten Ankerplatz und gingen Schlafen. Der nächste Tag wurde wunderschön, am Vormittag drehte ich eine Runde mit dem Motorboot meines Onkels.
Er war sehr erstaunt als ich ihm das Angebot machte ihn zu schleppen, denn zusammen mit ihm zu fahren war nicht so angenehm, da sein Außenborder einfach zu laut ist und man sich nicht unterhalten kann. Er hätte nie gedacht, dass wir mit unseren elektro Trimaran so schnell sind und auch so lange fahren können. Das ist eben immer dieses Vorurteil gegenüber dem elektro Antrieb. Er musste am Wochenende Benzin nachtanken, wir nicht. Nachmittag bekamen wir Besuch an Bord. Katja's Freundin mit Kind und Mann. Wir begrüßten also den jüngsten Gast mit 1,5 Jahren an Bord.
Der Gast ist ein Mädchen und heißt Joleen. Die Rettungsweste die Ihre Eltern Extra gekauft hatten mochte sie gar nicht. Aber dafür gefiel es ihr auf dem Netz umso besser. Also auch schon ein Trimaranfan. Die Gäste blieben leider nicht zum Abendessen. Aber auch zu zweit grillten wir an Bord und machten uns einen schönen Abend. Das Wetter war herrlich, es war das ideale Segelwetter. 30 C und ein schöner warmer Wind der Stärke 4-5. Nur hatten wir keinen Mast dabei.
Der Sonntag war genau so schön, wir gingen Baden, drehten eine Runde durch die Spree, und machten uns am späten Nachmittag auf den Heimweg.
Wir sind an diesem Wochenende 32 Seemeilen mit Motor gefahren. Die letzten 2 Stunden bin ich dann schon fast Vollgas gefahren, die Akkus sollten ja wenigstens ein bisschen leer sein.
Leider dauert es jetzt eine Weile bis wir wieder zum Boot fahren kommen da unsere Straße Asphaltiert wird und wir dadurch nicht mit dem Boot vom Grundstück kommen.

Seglerpech!

Sven Richter

Montag, 11. Mai 2009

09.-10.05.2009

Wir haben jetzt eine Tür zum Toilettenraum:
Unsere neue Persenning für das Vorsegel ist auch gekommen. Diese Woche sollte der neue Bootsmotor kommen, laut Torqeedo wurde er am Donnerstagabend versandt.
Am Samstag sind wir den ganzen Tag gesegelt, es war nur Wind der Stärke 1, wir haben aber viele Monos auf dem Schwielochsee eingeholt und auch überholt.
Heute Morgen (Sonntag) haben wir gleich vor dem Frühstück den Wind genutzt und bei Windstärke 3 eine Spitzengeschwindigkeit von 10,9 Knoten erreicht!

Sven Richter