Donnerstag, 16. Juli 2009

16.07.2009

Heute sind wir in Borgholm auf der Insel Öland. Wir haben einen neuen Geschwindigkeitsrekord von 12,4 Knoten aufgestellt. Reisegeschwindigkeiten von 9-10 Knoten sind auch mit unserem überladenen Trimaran keinProblem.

Sven Richter

Montag, 13. Juli 2009

13.07.2009

Wir sind in Schweden angekommen, jetzt geht es weiter Richtung Norden.

Sven Richter

Mittwoch, 8. Juli 2009

04.-08.07.2009

Wir sind gut in Lauterbach auf Rügen angekommen. Haben das Boot startklar gemacht, und sind noch am Samstag los gesegelt. Bei Windstärke 2-3 ging es mit 6-8 Knoten über den Bodden. Auf einmal fielen einzelne Geräte aus. Ich sah im Batterieraum nach, da stand das Wasser ca. 30 cm hoch.
Jetzt mussten wir schnell handeln, während ich das Boot leer pumpte, segelte Katja das Boot in den Ziecker See.
Nach dem Kugelhahn vom Borddurchlass der Toilettenspülung gab es ein Reduzierstück von 1 ½ Zoll auf ¾ Zoll. Diese hatte einen Riss. Am Sonntag habe ich dann auch noch Halsschmerzen bekommen. Wir sind dann zurück nach Lauterbach gekreuzt. Sonntagabend bin ich dann krank mit Fieber ins Bett. Nun liegen wir seit Montag früh in Lauterbach, und sind damit beschäftigt in Stralsund und Sassnitz alle Ersatzteile für die Bordelektronik zusammen zu bekommen. Bis auf einen neuen Shunt läuft alles wieder Tadellos. So ein Reduzierstück kommt mir nicht wieder an Bord, dieses Problem habe ich jetzt anders gelöst.
Heute kommt der Shunt mit der Post, dann können wir theoretisch endlich los. Unser eigentliches Törnziel werden wir nun sicher nicht mehr erreichen. Vielleicht werden wir die Fahrt nach Schweden auch noch ein paar Tage verschieben müssen, denn der Seewetterbericht sagt Wind der Stärke 7-9 für die nächsten Tage voraus.

Sven Richter

Freitag, 3. Juli 2009

03.07.2009

Der Cruise ist wieder da, er kam heute per Expresskurier. Die Fernschaltbox war defekt. Leider hat man in Starnberg vergessen den Magnetpin mit zu schicken. Bloß gut, das es auch ein größerer Magnet tut. Das Problem ist nur das dieser Magnet den wir jetzt mit auf die Ostsee nehmen müssen den Kompass ablenkt.
Nachdem ich Motor und Schaltbox wieder angebaut und mit Sika verklebt habe, haben wir das Boot mit Gepäck beladen und den Proviant gebunkert.
Ganz wohl ist mir nicht, mit dem jetzt völlig überladenen Tri auf die Ostsee zu gehen. Mal sehen wenn es gar nicht geht, dann leeren wir einfach die 60 Flaschen Mineralwasser und die 36 L Milch.
Zusätzliches Gewicht bringt natürlich auch der Stromerzeuger, dass Beiboot und viele andere Kleinigkeiten die wir auf einem Binnensee einfach nicht brauchen.
Morgen früh um 4:00 Uhr geht es los.
Wenn es sich ergibt, aktualisiere ich die HP von Unterwegs aus. Also immer mal reinschauen

Sven Richter

Sonntag, 28. Juni 2009

28.06.2009

Oh Schreck, ich habe heute das gesamte Boot noch einmal vor dem Urlaub gecheckt und bemerkt dass sich der Motor nicht einschalten lässt. Bei der letzten Bootsfahrt funktionierte er noch Tadellos. Und auf einmal das. Ich habe ihn heute nach Starnberg geschickt, musste Überstunden nehmen, hatte Stress und Ärger, der einfach nicht sein muss. Das macht einem schon wieder richtig Mut, wenn es im Urlaub so weiter geht, dann vergeht einem gleich die Lust. Wir dachten das Thema Torqeedo ist endlich erledigt.

Herr Dr. Ballin versicherte mir, dass ich den Motor bis Freitag zurück habe. Na wollen wir mal hoffen, ansonsten fahre ich nach Starnberg und hole ihn persönlich ab. Freitag müssen wir dann den Motor anbauen und die Vorräte Bunkern. Es wird also noch eine Stressige Woche.

Sven Richter

Montag, 22. Juni 2009

19.-21.06.2009

An diesem Wochenende waren wir mal wieder auf dem Schwielochsee unterwegs. Am Samstag nutzten wir den Wind der Stärke 2-3. Wir überholten mal wieder viele Mono‘s, ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen.
Am Abend legten wir am Gastanleger des Hafenrestaurants in Goyatz an. Hier war heute Karibik Büffet mit Life Musik aus Kuba.

Es war ein sehr schöner Abend, das Essen und die Musik waren super. Schade dass die Temperaturen nicht so karibisch waren. Ende August soll es noch einen Karibik Abend im Hafenrestaurant geben.
Das war unsere letzte Bootsfahrt vor dem Ostsee Urlaub. Am 04.07.2009 geht es nach Lauterbach auf Rügen. Wir haben 4 Wochen Urlaub und große Ziele…

Sven Richter

Montag, 15. Juni 2009

12.06.-14.06.2009

Ich konnte es mal wieder nicht lassen, ich habe an dem neuen Motor etwas verändert. Der Motor ging nicht hoch genug zu kippen. Das hatte den Nachteil, dass der Pylon beim Segeln immer im Wasser hing. Das machte krach und spritzte gerade wenn man schnell segelt.
So hoch geht er jetzt zu klappen:
Auf dem Weg zum Schwielochsee sind wir am Freitag mal bei einer Waage vorbei gefahren und haben den Trailer mit Boot gewogen.
2040 Kg, mir ist ja gleich die Kinnlade herunter gefallen.
Wenn ich aber Rechne passt das schon:
2040 Kg minus Trailer Gewicht 520 Kg macht 1520 Kg Bootsgewicht.
Meine zusätzlichen Einbauten waren ja 311 Kg, dann hatten wir noch die ganzen persönlichen Dinge, 100 Kg Wasser sowie Getränke und Essen (ca. 20 Kg) an Bord.
Wenn man das alles abzieht komme ich auf ein Bootsgewicht von ca. 1050 Kg. Laut Hersteller wiegt der F24 aber nur 816 Kg. Das macht eine Differenz von 234 Kg. Wo kommt das Gewicht her? Ich denke mal die 816 Kg stimmen nicht. Man hört und liest oft, dass die Werften gerade mit dem Gewicht ein bisschen abrunden bzw. das reine Bootsgewicht ohne Rigg und Besegelung angeben.
Also wiegt unser F24 auslaufbereit stolze 1550 Kg!

Nun zum Wochenende es war zwar Super Segelwetter, aber wir haben den Mast dieses Wochenende nicht gestellt. Zum einen wollten wir nach Beeskow, der Steg zum Landgang befindet sich hinter einer Brücke, und zum anderen ging es Katja nicht so gut, da wollte ich ihr das Mast stellen nicht antun.
Wir haben einen Landgang in Beeskow gemacht, gegrillt und uns einfach mal erholt. Sonntag war eine Regatta auf dem Schwielochsee, da hab ich mich geärgert, dass der Mast lag, aber Egal. Es geht bald auf die Ostsee, da kann ich mich austoben.

Reste der Stadtmauer von Beeskow
Seit August 2008 gibt es einen neuen und auch schönen Hafen in Beeskow, umso mehr wundert es uns, dass hier keine Boote liegen.
Die Kirche
Auf dem Heimweg am Sonntag haben wir ein schönes Foto vom großen Schwielochsee gemacht.

Sven Richter

Montag, 1. Juni 2009

29.05.-01.06.2009

Dieses Wochenende auf dem Schwielochsee war von schlechtem Wetter geprägt.
Der Anker hat sich in Gewitterböen mit Hagelschauer 2-mal losgerissen. Wir trieben mit beachtlicher Geschwindigkeit und slippendem Anker auf das Land zu. Die Boote an den Stegen waren Plötzlich zum greifen nah. Der Sturm kam so plötzlich das wir nicht einmal Zeit hatten uns Schuhe oder eine Jacke anzuziehen. Bei einer Windgeschwindigkeit von 35 Knoten sind wir dann mit Motor nicht mehr merklich gegen den Wind angekommen. Wir konnten nur noch ausreichend Abstand zum Ufer halten. Katja bediente die Pinne, während ich die 50m Ankerleine einholte. Der Anker surfte förmlich auf den Wellen. Die Wellen auf dem kleinen Schwielochsee hatten brechende Kämme. So etwas haben wir hier noch nie erlebt. Durch die Nähe zum gefährlichen Ufer war es beängstigender als auf der Ostsee bei ausreichend freiem Raum nach Lee.
Eine Hagel-Böe mit über 40 Knoten erwischte mich, als ich über den großen Schwielochsee mit 9 Knoten segelte. Der Wind hatte um die 15 Knoten. Auf einmal ging es los der Wind setzte so heftig und mit einem Ruck ein, ich dachte dass es den Mast umlegt. Der Backbordschwimmer war sofort unter Wasser, und eine große grüne Welle schwappte ins Cockpit. Es ging alles rasend schnell, ich wollte nur schnell die Großschot lösen, aber durch die enorme Belastung schaffte ich es nicht gleich. Mir ging nur noch eins durch den Kopf: jetzt kentere ich!
Und das auf einem Binnensee. Die Schräglage war enorm, ich saß mitten in grünem Wasser. Ein letzter Ruck an der Großschot, und das Segel öffnete sich. Der Tri richtete sich mit einem Ruck wieder auf.
Ich saß noch immer wie gelähmt da. Für heute reichte es mir. Das ganze hatte vielleicht höchstens 20 s gedauert, aber es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Ich zitterte am ganzen Leib. Ich segelte zurück auf den kleinen Schwielochsee um zu Ankern.
Aber auch dort war nicht lange Ruhe. Ein paar Stunden Später kam die nächste Gewitterfront mit Windgeschwindigkeiten von 35 Knoten.
Der Anker riss sich los. Und der Kampf mit Motor gegen den Sturm begann von neuem. Als sich der Wind wieder gelegt hatte sahen wir wie 2 Segler ihr zerfetztes Vorsegel bargen.
Ansonsten gab es keine Nennenswerten Vorkommnisse.
Der neue Motor hat 2-mal das Boot gerettet. Ich kann noch nichts bemängeln. Bei 20 Knoten Wind von vorn, schiebt er das Boot noch mit über 4 Knoten.


Das Boot, einfach ein Wahnsinn, wenn ich auch fast gekentert wäre, einen Mono möchte ich nicht wieder.

Und die Moral von der Geschicht, Segler unterschätz das Binnenrevier nicht.

Sven Richter

Samstag, 23. Mai 2009

20.05.-22.05.2009

Wir mussten die Fahrt nach Berlin leider aus persönlichen Gründen abbrechen. Wir sind am Mittwochabend noch bis Beeskow und am Donnerstag bis in die Spree-Oder Wasserstraße kurz vor Kersdorf.

Alles in allem waren es Insgesamt 48 Seemeilen und 4 Schleusungen. Die Schleuse Beeskow und Neuhaus sind nur 5,2 m breit. Wir sind aber ausgeklappt 5,5 m breit. Also haben wir eine Seite eingeklappt und hatten nur noch eine Breite von 4 m. Somit hatten wir zu beiden Seiten 60 cm. Dies war bei dem hervorragenden Geradeauslauf des Tri‘s kein Problem.
Jetzt aber zu den ersten Erfahrungen mit dem neuen Motor.
Vorab, er geht wirklich leiser als der alte Cruise und ist auch sonst mit dem alten nicht vergleichbar. Ein wirklich Toller Motor. Der beste den ich je hatte. Es handelt sich ja um den Cruise 2.0 R, das heißt er sollte nur 2000 W bringen. Tatsächlich leistet er 2500 W und zieht dabei 109 A. Ich weiß nicht ob mein Motor dabei eine Ausnahme ist, oder ob die neuen Motoren alle so eine hohe Leistung haben. Mit dieser Leistung beschleunigt er den leicht laufenden Trimaran auf 5,9 -6 Kn in kürzester Zeit. Man merkt sogar beim Gas geben die Beschleunigung.
Im normalen Fahrbetrieb reichen bei Windstille um die 150 W um das Boot mit ca. 2,5 Kn vorwärts zu bewegen. Bei 250 W stehen schon 3,2 Kn auf dem Display der Schaltbox. Mit 700 W ist man mit 4,5 Kn unterwegs. Der Motor ist dann leiser als das Wasserrauschen. Meine Solaranlage an Bord hat 70 W. Mit 50 W fährt man bereits 1,5 Kn schnell!
Was ich auch noch als Positiv erwähnen möchte ist, dass der Motor keine Umschaltzeiten zwischen vorwärts und rückwärts hat. Man kann von volle Fahrt voraus auf volle Fahrt achtern schalten, der Propeller stoppt und beginnt sofort Rückwärts zu drehen.
Bis jetzt bin ich mit dem neuen Torqeedo sehr zufrieden.

Sven Richter

Mittwoch, 20. Mai 2009

20.05.2009

Wir haben zur optischen Aufbesserung des Innenraumes ein dünnes Seil um jedes Fenster geklebt.

Der neue Torqeedo Cruise R ist da, Schaltbox und Motor habe ich schon angebaut. Heute will ich noch eine Lenkstange zwischen Motor und Pinne bauen, damit das Manövrieren im Hafen einfacher ist.



Heute Abend geht es dann ohne Mast zum Schwielochsee. Wir wollen von da aus mit dem neuen Motor nach Berlin fahren. Der Mast wäre bei den vielen Brücken und Schleusen nur hinderlich. Segeln können wir da nicht.
Ich habe eine Möglichkeit gefunden den Mast an die Garagendecke zu hängen, somit brauche ich dann das Boot nur in die Garage zu fahren und ihn wieder auf das Boot absenken.

Sven Richter

Montag, 11. Mai 2009

09.-10.05.2009

Wir haben jetzt eine Tür zum Toilettenraum:
Unsere neue Persenning für das Vorsegel ist auch gekommen. Diese Woche sollte der neue Bootsmotor kommen, laut Torqeedo wurde er am Donnerstagabend versandt.
Am Samstag sind wir den ganzen Tag gesegelt, es war nur Wind der Stärke 1, wir haben aber viele Monos auf dem Schwielochsee eingeholt und auch überholt.
Heute Morgen (Sonntag) haben wir gleich vor dem Frühstück den Wind genutzt und bei Windstärke 3 eine Spitzengeschwindigkeit von 10,9 Knoten erreicht!

Sven Richter

Montag, 4. Mai 2009

01.05.2009-03.05.2009

Nach den ersten 3 Tagen mit der l’espoir tri kann ich nur sagen, das Boot ist hervorragend. Es war kein Fehler ein neues Boot zu kaufen und über den Winter so viel Zeit und Geld zu Investieren.
Ich war ja manchmal selbst skeptisch ob der Tri mit dem zusätzlichen Gewicht noch vernünftig segelt, zum Schluss war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob das Boot überhaupt gerade schwimmt, nicht das es vorn wo die Batterien sind mehr Tiefgang als hinten hat.


Nach dem Slippen war ich erleichtert, es schwimmt gleichmäßig und alle Borddurchlässe sind dicht.

Dann die Fahrt von der Slipanlage zum ersten Ankerplatz zusammengefaltet und mit liegendem Mast. Der Torqeedo Travel beschleunigte das Boot auf 4,2 Kn.(Odin 3,2 Kn) Mehr geht mit dem Travel nicht!
Dann haben wir das Boot ausgeklappt, Mast, Sprayhood und Bimini gestellt. Zum ersten Mal auf dem Wasser, auch das ging Problemlos.
Danach haben wir unsere ersten Gäste (meine Eltern und den Hund) an Bord genommen. So beladen ging es raus auf den großen Schwielochsee wo zum ersten Mal die Segel gesetzt wurden. Wir segelten bei Windstärke 2 hart am Wind zwischen 5,5 und 6,9 Kn.
Am nächsten Tag war nur noch Wind der Stärke 1. Auch bei diesem Wind waren Spitzengeschwindigkeiten von 5 Kn drin. Wir haben alles was Segel hatte überholt. Die meisten Boote sind fast stehend herum gedümpelt.

Den Spi haben wir dann auch noch ausprobiert. Aber bei Flaute. Für uns war wichtig heraus zu bekommen wie er gesetzt wird und wie er steht. Durch die enorme Bootsbreite steht er auch bei wenig Wind sicher.

Am letzten Tag war der See Spiegelglatt, wir haben trotzdem unter Segel 1,5 Kn erreicht. Keine Ahnung wo das Boot den Antrieb her genommen hat.
Das wurde dann zu langweilig und wir sind mit Motor in die Spree. Auch hier waren wir beeindruckt, wenn das Boot die Geschwindigkeit erreicht hat, die mit der Motordrehzahl erreicht werden kann, sinkt der Energieverbrauch rapide ab. So haben wir z.B. bei 3,2 Kn einen Stromverbrauch von nur 7,5 A gehabt. (Odin 24 A).
In der langsamsten Stufe die vom Stromverbrauch von den Solarzellen abgedeckt wird, fährt der Tri 1,5 Kn. (Odin 09 Kn).
Alles in allem ein beeindruckendes Boot welches jeden Cent und jede Arbeitsstunde wert ist. Der Innenraum ist für 2 Personen ausreichend geräumig, hell und praktisch.

Es ist für uns einfach perfekt.

Sven Richter